Dach & Dachdämmung 0 25 74 / 15 50 Videoclip
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Dach und Dachausbau - eine klare Sache für den Fachmann

Kein Teil des Hauses ist der Witterung so stark ausgesetzt wie das Dach. Aufgrund der exponierten Lage ist die „fünfte Fassade des Hauses“ den wechselnden Kapriolen des Wetters das ganze Jahr über unmittelbar ausgesetzt.
Dacharbeiten sollten nur von Fachleuten ausgeführt werden, da zahlreiche Details zu prüfen sind. Hier treffen Energieeffizienz Dachästhetik aufeinander. Die PV-Module fügen sich harmonisch ins Dachbild ein. Quelle: Normann GmbH + Co. KG, Foto: Dachziegelwerke Nelskamp.

Im Sommer heiß und im Winter immer kalt, das muss nicht sein. Wer seinen Dachausbau gut plant, hat zu jeder Jahreszeit ein angenehmes Wohnklima. Allerdings ist gerade bei der Dachsanierung bzw. beim Dachausbau größter Stellenwert auf eine intelligente Planung und sorgfältige Bauausführung zu legen.

Neuer Wohnraum im Dach

Aus ungenutzten Dachboden bzw. schlecht ausgebauten Dachgeschosswohnungen kann ein hochwertiger Wohnraum errichtet werden. Allerdings sollte jeder wissen: Ein Dachgeschossausbau bzw. eine fachgerechte Modernisierung ist ein komplexes Bauvorhaben - zahlreiche Details müssen beachtet werden, dazu zählen u. a.:
Bestandsaufnahme des Dachstuhls bzw. vorhandener Ausbauten,
Planerische Aspekte (Treppenerschließung, Anzahl und Größe der Fenster, Raumaufteilung, Raumgrößen usw.),
Auswahl der Baumaterialien und der Baukonstruktion,
Planung und Kontrolle der Bauausführung,
Sicherheitsvorkehrungen: Dacharbeiten sollten grundsätzlich nur vom Fachmann vorgenommen werden,
Gesetzliche Vorschriften (Landesbauordnung, Statik, Brandschutz, Schallschutz).

Dächer sind sensibel

Leider werden auch heute noch beim Dachgeschossausbau schwerwiegende Fehler gemacht, die die Wohnqualität in Dachgeschosswohnungen negativ beeinflussen. Aufgrund ihrer Neigung sind Steildächer besonders intensiv der Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Daher muss die Planung der Fenster, der Fenstergrößen, der Sonnenschutzeinrichtungen und die Wahl der Bau- und Dämmstoffe sowie der Baukonstruktion besonders sorgfältig erfolgen. Es ist daher ratsam, sich frühzeitig zu informieren und mit Fachleuten Kontakt aufzunehmen, um das Bauvorhaben im Detail zu planen.

Neues Dach mit besserer Dämmung

Die nachträgliche Dämmung eines Daches erfolgt von außen am besten bei einer Neudeckung des Daches oder bei einem Umbau der Wohnräume. Dabei wird die Lattung entfernt und der Sparrenzwischenraum ist offen zugänglich. Somit kann auch die Funktionstüchtigkeit der luftdichten Schicht kontrolliert und neu eingebracht werden. Die luftdichte Schicht ist grundsätzlich innenseitig herzustellen. In der Regel sollen aber nicht die raumseitigen Bekleidungen demontiert werden, daher muss die innenliegende Luftdichtung häufig von außen sichergestellt werden. Abhängig von den vorhandenen Leitungen und Rohren kann diese Arbeit sehr zeitintensiv sein. Spezialfolien sind dafür notwendig, Fugen und Anschlüsse sind auch hier besonders sorgfältig auszuführen. Es ist ratsam, diese Arbeiten nur von einem erfahrenen, verlässlichen Fachmann ausführen zu lassen. Sind die Luftdichtungsbahnen ordentlich verlegt und verklebt, kann die Dämmung zwischen den Sparren eingebracht werden. Dabei ist eine Dämmstärke von 16 cm - 20 cm als Minimum zu sehen.

Weniger Hitze unterm Dach

Wer im Altbau angenehme Wohnräume erstellen möchte, muß praktisch eine Dachdämmung von außen vornehmen. Nur dadurch können angenehme Raumtemperaturen auch im Sommer sichergestellt werden. Zudem wirken sich die Fensterausrichtung und Fenstergröße entscheidend auf die Raumtemperaturen im Sommer aus. Nach Norden und Osten sollten keine zu großen Dachflächenfenster angeordnet werden. Nach Süden und Westen sind Dachgauben sinnvoll, um der sommerlichen Überhitzung vorzubeugen.
Wichtige zusätzliche Ursachen für hohe, sommerliche Raumtemperaturen in Dachgeschossausbauten sind ein zu schlechter Wärmeschutz des Daches (mit teilweise undichten Baukonstruktionen) und eine zu geringe Wärmespeicherfähigkeit der verwendeten Baustoffe. Grundsätzlich muss dafür gesorgt werden, dass die Temperaturen, die im Bereich der Dachziegel durchaus 70 - 80o C betragen können, nicht ungehindert in die Innenräume gelangen. Ein Unterdach aus Dämmplatten, das die Dachsparren überdeckt, bietet hier große Vorteile. Damit wird verhindert, dass die heißen Temperaturen des Daches in die Innenräume gelangen. Holzfaserdämmplatten haben z. B. eine höhere Wärmespeicherkapazität, sodass die Spitzentemperaturen der Mittagszeit gut zwischengespeichert werden und zeitverzögert sowie weniger intensiv in die Innenräume gelangen. Eine geschickte Kombination von unterschiedlichen Dämmstoffen im Dachbereich reduziert somit die Gefahr der sommerlichen Überhitzung. Die Vorteile einer Dachsanierung von außen können wie folgt zusammengefasst werden:
- Energieeinsparung & sommerlicher Wärmeschutz
- verbesserter Schallschutz &  erhöhter Wohnkomfort
- Werterhaltung/-steigerung.

Sorgfältiges Arbeiten ist speziell an Anschlusspunkten (Übergängen von einem Bauteil zu einem anderen wie hier Dach zu Dachfenster) wichtig. Vorgefertigte Bauteile Montage-, Dämm- und Anschlussrahmen helfen Fehler zu vermeiden, zusätzlich wird Arbeitszeit eingespart. Foto: Roto Dach- und Solartechnologie GmbH.

Geschickte Architektur vorausgesetzt, wird mit dem Einsatz von Holzweichfaserplatten (bedingt durch deren hohe Wärmespeicherkapazität) das sommerliche Aufheizen der Wohnräume verhindert. Natürlich bieten Dämmplatten über den Dachsparren im Winter ebenfalls eine besseren Wärmeschutz. Foto: Kronoply GmbH.

Letzte Aktualisierung:
12.10.2016